Studie: Menschen, die zocken, haben ein besser vernetztes Gehirn

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    Business Insider Deutschland

    Studie: Menschen, die zocken, haben ein besser vernetztes Gehirn

    Alexandra Hilpert
    09.12.2018



    a man sitting in front of a television: Videospiel Video Games

    © Provided by Business Insider Inc Videospiel Video Games

    Habt ihr Lust, eure kognitiven Fähigkeiten ein bisschen aufzupolieren? Dann haben wir einen Tipp für euch: Probiert es doch mal mit Action-Videospielen.

    Ein australisch-chinesisches Forscherteam von der chinesischen University of Electronic Science and Technology und der australischen Macquarie University in Sydney hat nämlich kürzlich bewiesen, dass Action-Videospiele das menschliche Gehirn positiv beeinflussen können.

    Wie Videospiele die grauen Zellen des Gehirns anregen

    Der Schwerpunkt ihrer Untersuchung lag auf der Inselrinde, einem eingesenkten Teil der Großhirnrinde, der bis heute nur wenig erforscht ist. Vermutet wird, dass hier ein großer Teil des sprachlichen Denkens stattfindet, der Geschmack- und Geruchssinn sowie einige empathische Fähigkeiten verarbeitet werden.

    Untersucht wurden 27 überdurchschnittlich gute Spieler, sogenannte Videospiel-Experten, sowie 30 Amateure, die weniger gut und seltener spielen. Die Teilnehmer der Expertengruppen waren allesamt anerkannte Teilnehmer regionaler oder nationaler Meisterschaften der beiden Actionspiele League of Legends und Dota 2. Mithilfe eines MRT-Scanners machten die Wissenschaftler detaillierte Aufnahmen von der Inselrinde der Teilnehmenden.

    „Als wir Videospiel-Experten mit Amateuren verglichen, fiel uns auf, dass die funktionale Konnektivität innerhalb der grauen Substanz und auch ihre Masse in der Inselrinde wesentlich ausgeprägter waren“, schreibt das Forscherteam im Fachmagazin „Scientific Reports“.

    Zocken fördert die Vernetzung im Gehirn

    Die graue Substanz ist Teil des zentralen Nervensystems und steuert im Wesentlichen alle Hirnfunktionen. Eine bessere Konnektivität deutet also auf schnellere Denkprozesse und dementsprechend höhere Intelligenz hin.

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    Wer seine Gehirnleistung verbessern will, muss nicht in jedem Fall auf stundenlanges Videospielen zurückgreifen. Sport, künstlerisches Schaffen und diverse andere Aktivitäten können die Konnektivität im Gehirn fördern. Wer aber dennoch gerne von Zeit zu Zeit die Konsole anwirft, braucht sich nicht mehr untätig zu fühlen – schließlich betreibt man dabei aktives Gehirn-Jogging.